Checkliste - Erstellung einer Bachelorarbeit

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Ein reguläres Bachelorstudium dauert insgesamt drei Jahre, die in sechs Semester unterteilt sind. Nach dieser Zeit steht die Bachelorarbeit an. Sie gilt als anerkannter Abschluss eines Bachelorstudiengangs, überdies berechtigt sie zum weiterführenden Master (sog. konsekutives Studium).

Obwohl sie bereits mit wissenschaftlichem Arbeiten vertraut sind, steht die Bachelorarbeit vielen Studierenden bevor: Einerseits aufgrund ihres Umfangs, andererseits wegen der Formalitäten. Mit einer Checkliste fällt das Erstellen der Abschlussarbeit zumeist einfacher. Während der Bearbeitungszeit kann sie nach Bedarf als Orientierungshilfe benutzt werden. Dann lassen sich die Anforderungen leichter bewältigen und erscheinen längst nicht mehr so kompliziert wie am Anfang.

Aufbau der Arbeit:
Bevor der eigentliche Fließtext geschrieben wird, ist die korrekte Gliederung wichtig. Sie verhilft fremden Lesern dazu, den 'roten Faden' zu erkennen und die jeweilige Fragestellung der wissenschaftlichen Arbeit besser zu verstehen.

- Einleitung:
Im einleitenden Kapitel stellt der Verfasser das Thema seiner Bachelorarbeit vor. Darüber hinaus erläutert er die themenspezifische Forschungsfrage. Wissenschaftliche Methoden zur Untersuchung werden an dieser Stelle ebenfalls kurz erklärt. Meistens befindet sich in der Einleitung eine Hypothese des Autors. Hypothesen sind nichts anders als Behauptungen, welche unter wissenschaftlich fundierten Gesichtspunkten untersucht werden sollen. Mitunter nehmen diese Aspekte in der Arbeit einen eigenständigen Absatz ein.

- Hauptteil:
Der Hauptteil ist sozusagen das Herzstück im gesamten Text. Er gliedert sich in mehrere Unterpunkte und umfasst den größten Teil der Bachelorarbeit. Hier wird die Forschungsfrage analysiert. Dabei bezieht sich der Autor auf andere relevante Quellen, indem er fachgerecht aus ihnen zitiert.

- Schlusswort:
Am Ende fasst der Autor seine Ergebnisse in prägnanten Worten zusammen. In dem Zusammenhang wird der Forschungsansatz nochmals kurz thematisiert. Der Verfasser nimmt Stellung zu der Frage, ob sich seine Hypothese bewahrheitet hat oder widerlegt wurde. Des Weiteren wird das Forschungsergebnis in einen Bezug zu anderen wissenschaftlichen Analysen gesetzt.

- Bibliographie und Plagiatserklärung:
Mit dem Quellenverzeichnis schließt die Bachelorarbeit endgültig ab. In ihr werden alle verwendeten Primär- und Sekundärquellen alphabetisch aufgeführt. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Autor aus einem Buch, einer Zeitschrift oder anderen literarischen Werken zitiert hat. Auf die Bibliographie folgt eine signierte Plagiatserklärung. Nachdem die Bachelorarbeit auf ihre Vollständigkeit hin überprüft wurde und keine notwendigen Unterpunkte fehlen, darf der Prüfling sie schließlich einreichen.

Zitierungen, Zitate und Quellverweise:
In allen Bachelorarbeiten ist eine angemessene Zitierweise unverzichtbar. An ihr zeigt sich, ob und inwieweit der Verfasser zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Lage ist. Für jede Hochschule gelten individuelle Vorgaben, oftmals variieren sie auch nach Fakultät oder Studiengang. Vor der Bearbeitungszeit sollte sich der Verfasser daher frühzeitig mit den jeweiligen Zitierformen auseinandersetzen. Im Zweifelsfall hilft der betreuende Dozent weiter. Die meisten Universitäten bieten auf ihrer Homepage einen Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten an, der als Datei ausgedruckt werden kann.

Grundsätzlich müssen alle beschrifteten Seiten durchgehend nummeriert sein. Üblicherweise befinden sich die Zahlen am Seitenende. An den Rändern sowie über und unter dem Text wird Platz für Korrekturen gelassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hingegen auf der Zitation. Sie muss sich sowohl vom Schriftbild als auch mithilfe von Anführungszeichen sichtbar vom übrigen Fließtext abheben. Vor dem direkten Zitat werden wie bei einer wörtlichen Rede Doppelpunkte gesetzt, der zitierte Satz erscheint in Anführungszeichen. Dahinter gibt man die Originalquelle (Autorenname, Titel und Seitenzahl) in Klammern an. Zitate mit einer Länge von über drei Zeilen sind als eigener Absatz im Text integriert. Indirekte Zitationen und Paraphrasierungen bettet man in den Fließtext ein, gibt aber in einer Klammer die Abkürzung 'cf.' zusammen mit dem Autorennamen, dem Quellentitel und der Seitennummer an. Unten am Seitenende werden die Quellen in ausgeschriebener Form angegeben. Bei zitierten Internetseiten verweist man auf den Link sowie auf das aktuelle Zugriffsdatum.

In der Bibliographie muss der Prüfer alle zitierten Werke lückenlos zurückverfolgen können. Hier kommt es wirklich auf präzises Arbeiten an. Vor der Abgabe sollten die Quellenverweise mehrfach auf ihre Vollzähligkeit hin kontrolliert werden. Fehlende oder nicht sachgerecht zitierte Quellen können bei der Bewertung zum Punktabzug führen. Das gilt auch für eine nicht vorhandene beziehungsweise nicht unterschriebe Plagiatserklärung. Im schlimmsten Fall wird die Bachelorarbeit als nicht bestanden bewertet. Solche Situation lassen sich jedoch vermeiden.

Links zum Aufbau der Thesis:

- Bachelorarbeit Gliederung und Aufbau in Österreich- MyStipendium
- TU CHemnitz Leitfaden

Hilfsmittel - Tools und Tricks bei der Erstellung:

Für die Recherche, das richtige Zitieren und die abschließende Korrektur gibt es mittlerweile virtuelle Hilfsmittel, die sogenannten Tools.

Themenbezogene Quellen lassen sich nicht nur in der Universitätsbibliothek finden. Das Netzportal Google Scholar ist auf akademische Literatur spezialisiert. Hier kann man die Suchergebnisse zum Beispiel nach dem Erscheinungsjahr filtern.

Wer beim Zitieren auf der sicheren Seite sein will, kann aus dem Tool Citavi seinen Nutzen ziehen. Hier überträgt das Programm die zitierte Passage, gleichzeitig wird die entsprechende Quellenangabe vermerkt. Auch das Erstellen von Bibliographien kann man so ohne großen Aufwand durchführen.

Bevor der Abgabetermin ansteht, durchläuft die Bachelorarbeit einer Plagiatsprüfung. Für diese Aufgabe sind bisher nur wenige Programme konzipiert worden. Einige sind mit Kosten verbunden. Andere werden zwar gebührenfrei angeboten, nehmen aber viel Zeit in Anspruch. Dennoch sollte man sich diesen Zeitraum freihalten und seine Arbeit passagenweise prüfen lassen.

In vielen Hochschulen bietet die zentrale Studienberatung Seminare zum akademischen Schreiben an. Falls man diesbezüglich etwas Übung braucht, sollten solche Möglichkeiten wahrgenommen werden. Nach der Fertigstellung kann man die Bachelorarbeit einem Lektorat zum Korrekturlesen geben. Dort werden die Seiten auf Rechtschreibfehler hin durchgesehen. Für diese Dienstleistung ist allerdings ein bestimmter Geldbetrag pro Seite üblich. Wem die veranschlagten Preise zu teuer sind, lässt die Arbeit von einem Bekannten oder Mitstudenten querlesen.

Link zu Hilfsmitteln:
- Google Scholar
- Citavi Literaturveraltung

Druck und Bindung - optischer Eindruck der Arbeit:

Druck und Bindung - optischer Eindruck der Arbeit:
Neben einem aussagekräftigen Inhalt und den eingehaltenen formalen Vorgaben spielt das Erscheinungsbild der Bachelorarbeit eine Rolle. Zwar zählt die Farbe des Coverblattes nicht mit in die Endnote hinein, trotzdem kann man mit einer sorgfältig gebundenen Arbeit beim Prüfer punkten.

Ob man die Seiten selbst ausdruckt oder die Aufgabe einem Fachmann überlässt, darf jeder für sich entscheiden. Sauberes Papier ohne Tintenflecken ist allerdings unentbehrlich. Auf jeden Fall sollte man die Bindung von einem professionellen Buchbinder durchführen lassen. Von Selbstversuchen ist hier besser Abstand zu nehmen. Der Buchbinder leimt die ausgedruckten Seiten zu einem Dokument zusammen, was hernach ein paar Stunden Zeit zum Trocknen in Anspruch nimmt. Nach Wunsch können die Papiere auch von einem Hardcover zusammengehalten werden. Dann wirkt die Arbeit wie ein Buch und bleibt selbst nach mehrfachem Lesen noch in einem stabilen Zustand.

Links zum Druck und der Bindung:
- Mappen drucken
- Für die mündlichen Präsentation die effektkarte

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